Der Name Volvo ist seit vielen Jahrzehnten ein Synonym für Fertigungsqualität und Sicherheit. Die Produktion des ersten Modells ÖV4 (“Öppen Vagn”) begann im Jahr 1927. Der als Cabrio konzipierte Wagen setzte sich im kalten Skandinavien nicht durch, sodass nur etwa 200 Exemplare verkauft werden konnten. Dennoch verkörperte des ÖV4 alles, was einen Volvo ausmacht. Vor allem die Verarbeitung des 28 PS starken Autos war von einer Qualität, die man bis dahin nur bei Luxusmarken wie Maybach oder Duesenberg sah.

Der 1944 in Stockholm vorgestellte PV444 markierte einen Höhepunkt in der bewegten Geschichte von Volvo. Bei der Präsentation des Wagens waren 150.000 Menschen zugegen, was nicht zuletzt an dem äußerst günstigen Kaufpreis lag. 4800 Kronen waren selbst für die damalige Zeit ein Betrag, den auch Durchschnittsverdiener aufbringen konnten. Obgleich die Auslieferung erst nach Kriegsende begann, wurde der PV444 zum Verkaufsschlager.

1959: Einführung des Dreipunktgurtes

Im Jahr 1959 schrieb Volvo erneut Automobilgeschichte. Mit der Erfindung des Dreipunktgurtes legten die Schweden den Grundstein für den Erfolg von Modellen wie dem P 120 (Amazon) und dem zweitürigen P130. Der P120 besaß einen 60-PS-Motor, der aus dem PV444 stammte. Bis 1979 baute Volvo von beiden Modellen knapp 600.000 Exemplare, dazu kamen rund 70.000 Kombis. Der P120 gilt noch heute als Design-Ikone und ist in nahezu jedem Automobilmuseum zu bewundern.

1971: Vorstellung des P1800 ES

Der P1800 ES ist im deutschen Sprachraum als “Schneewittchensarg” bekannt. Die riesige gläserne Heckklappe ist das auffälligste Merkmal des Sportcoupés, das bis 1973 gebaut wurde und nur rund 8.000 Käufer fand. Dennoch erfreute sich der Wagen einer großen Popularität – wohl auch deswegen, weil er von Roger Moore in der TV-Serie “Simon Templar” gefahren wurde. Der Zweilitermotor des P1800 ES leistet 124 PS und ist äußerst robust. Noch heute sieht man das eine oder andere Exemplar auf Schwedens Straßen.

1974: Die 240er-Serie setzt neue Sicherheitsmaßstäbe

Die 1974 vorgestellte 240er-Serie verfügte über eine verwindungssteife Stahlkarosserie, Knautschzonen und eine Zweikreis-Bremsanlage mit vier Scheiben. Weitere Sicherheitsmerkmale waren eine geschützte Tankposition sowie eine Lenksäule mit Sollknickstellen. Die Motorenpalette umfasste zunächst Benziner mit einer Leistung von 82 bis 123 PS, später gab es eine Sechszylinder-Variante mit 140 PS.

1982: Vorstellung des 760

1982 wurde mit dem 760 das neue Flaggschiff der Traditionsmarke präsentiert. Der V6-Motor aus Leichtmetall wurde in Zusammenarbeit mit den französischen Autobauern Peugeot und Renault entwickelt. Das kastenförmige Design des 760, das aus der Feder von Jan Wilsgaard stammte, sorgte bei den Autofans für Diskussionen. Die Turbodieselversion benötigte für den Sprint auf 100 Stundenkilometer lediglich 11 Sekunden – ein für die damalige Zeit sensationeller Wert.

2002: XC90 – Das erste Volvo-SUV

Mit dem XC90 wurde auf der Detroit Auto Show 2002 das erste SUV vorgestellt. Das Modell besitzt eine optionale dritte Sitzreihe sowie ein spezielles Überschlagschutzsystem. Ab Ende 2004 wurde ein V8-Benziner mit 232 kW angeboten. Der XC90 entwickelte sich zu einem der meistverkauften Modelle in der Firmengeschichte und hat seit seiner Markteinführung mehr als 100 internationale Auszeichnungen und Preise gewonnen.

Dieses englischsprachige Video zeichnet die Volvo-Geschichte nach: