Ab zum TÜV: Das muss man über die KFZ-Hauptuntersuchung wissen

Sicherheit ist im Straßenverkehr unerlässlich und dabei spielt die KFZ-Hauptuntersuchung (HU) eine entscheidende Rolle. Jeder von uns, der ein Fahrzeug besitzt, wird früher oder später mit ihr konfrontiert. Man mag denken, dass sie nur eine weitere bürokratische Hürde ist, aber tatsächlich trägt sie maßgeblich zu unserer Sicherheit auf den Straßen bei. In diesem Artikel möchten wir uns auf die HU konzentrieren und erklären, was sie bedeutet, wann man sie machen muss, wie man sich vorbereitet und was passiert, wenn das Fahrzeug durchfällt. So ist man bestens vorbereitet, wenn der nächste TÜV-Termin ansteht!

Prüfer bei der Untersuchung
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Was ist die KFZ-Hauptuntersuchung?

Starten wir mit der grundsätzlichen Frage: Was ist eigentlich die KFZ-Hauptuntersuchung? Oft hört man auch die Bezeichnung "TÜV", was auf die häufigste durchführende Stelle, den Technischen Überwachungsverein, anspielt. Im Internet kann man ganz einfach nach der nächsten Prüfstelle suchen, wenn man beispielsweise die KFZ-Hauptuntersuchung in Berlin machen muss.

Die KFZ-Hauptuntersuchung ist eine gesetzlich vorgeschriebene Untersuchung, um die Verkehrssicherheit und Umweltverträglichkeit von Fahrzeugen zu gewährleisten. Sie ist also da, um sicherzustellen, dass man mit einem sicheren und umweltfreundlichen Fahrzeug unterwegs ist.

Bei der HU muss man auf die Unterscheidung zwischen der Hauptuntersuchung (HU) und der Abgasuntersuchung (AU) achten. Während die HU die allgemeine Sicherheit des Fahrzeugs überprüft, konzentriert sich die AU speziell auf die Emissionen des Fahrzeugs. Beide Untersuchungen sind entscheidend, um sicherzustellen, dass unser Fahrzeug die Straßen nicht gefährdet oder unnötig verschmutzt.

Die HU umfasst verschiedene Aspekte, von der Beleuchtung und der Bremsanlage bis hin zur Karosserie und den Reifen. Der TÜV-Prüfer achtet auf den allgemeinen Zustand des Fahrzeugs und auf mögliche Mängel, die die Sicherheit beeinträchtigen könnten. Man könnte die HU als eine Art Gesundheitscheck für das Auto bezeichnen – sie hilft dabei, das Fahrzeug in einem sicheren, fahrtüchtigen Zustand zu halten.

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Wann und wie oft muss man zur Hauptuntersuchung?

Aber wann wird die Hauptuntersuchung für Kraftfahrzeuge fällig? Die ersten drei Jahre nach der Erstzulassung eines Neuwagens vergehen in der Regel ohne eine HU. Danach ist es an der Zeit für den ersten Check. Sobald man diese erste HU absolviert hat, muss man alle zwei Jahre wieder zur Untersuchung. Es gibt also ein klares Intervall, das man im Blick behalten sollte.

Ältere Fahrzeuge, die vor 1969 erstzugelassen wurden, unterliegen allerdings einer Sonderregelung. Diese Oldtimer müssen nur alle drei Jahre zur HU.

Was passiert aber, wenn man den Termin für die HU verpasst? Sollte man den Termin überziehen, drohen Bußgelder und Punkte in Flensburg. Je länger man wartet, desto höher werden die Strafen. Außerdem riskiert man, bei einer Polizeikontrolle aufgehalten zu werden oder im Schadensfall Probleme mit der Versicherung zu bekommen. Deshalb ist es immer eine gute Idee, sich rechtzeitig um einen Termin zu kümmern und die HU nicht auf die lange Bank zu schieben. Denn letztendlich dient die HU nicht nur der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer, sondern auch dem eigenen Seelenfrieden.

Wie bereitet man sich auf die Hauptuntersuchung vor?

Man hat also den Termin für die KFZ-Hauptuntersuchung festgelegt und fragt sich nun, wie man sich am besten vorbereitet. Keine Sorge, es gibt einige hilfreiche Tipps, die man befolgen kann. Zunächst einmal sollte man sicherstellen, dass das Fahrzeug sauber ist, sowohl innen als auch außen. Ein sauberes Fahrzeug zeigt, dass man es ernst meint und der Prüfer kann alle Bereiche des Fahrzeugs leichter inspizieren.

Ein weiterer Tipp ist, alle wichtigen Dokumente bereitzuhalten. Dazu gehören der Fahrzeugschein, der letzte HU-Bericht und eventuell ein Nachweis über eine abgeschlossene AU.

Die Checkliste für die Hauptuntersuchung

Die folgende Checkliste kann hilfreich sein, um sicherzustellen, dass das Fahrzeug in gutem Zustand ist und die HU ohne größere Probleme übersteht:

  • Beleuchtung und Elektrik: Man sollte alle Lampen, darunter Abblendlicht, Fernlicht, Bremslichter, Blinker und Nebelscheinwerfer checken. Ebenso sollte man die Hupe testen.
  • Reifen: Sind die Reifen noch in gutem Zustand und weisen sie ausreichend Profil auf? Der gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe beträgt 1,6 Millimeter, empfohlen sind aber 3 bis 4 Millimeter.
  • Bremsen: Funktionieren alle Bremsen ordnungsgemäß? Es ist sinnvoll, Bremsflüssigkeit und -beläge zu überprüfen.
  • Motor und Ölstand: Hier muss man sicherstellen, dass der Motor ordnungsgemäß läuft und prüfen Sie den Ölstand. Bei Bedarf sollten Sie Öl nachfüllen.
  • Scheiben und Spiegel: Sind alle Scheiben und Spiegel intakt und sauber? Auch der Zustand der Scheibenwischerblätter ist wichtig.
  • Gurte und Sitze: Sind alle Sicherheitsgurte in gutem Zustand und funktionieren sie richtig? Sind die Sitze fest verankert?

Diese Liste kann zwar einen guten Überblick geben, ist aber dennoch keine Garantie dafür, dass das Fahrzeug die HU besteht. Bei ernsthaften Bedenken oder Unklarheiten ist es immer ratsam, eine Fachwerkstatt aufzusuchen und das Fahrzeug dort vor dem TÜV-Termin überprüfen zu lassen.

Was passiert während der Hauptuntersuchung?

Bei der HU wird das Fahrzeug von einem TÜV-Prüfer eingehend begutachtet. Er beginnt in der Regel mit einer Sichtprüfung, bei der er sich einen Überblick über den allgemeinen Zustand des Fahrzeugs verschafft. Dabei werden unter anderem Bereiche wie die Karosserie, die Beleuchtung, die Reifen und die Bremsanlage begutachtet.

Anschließend führt der Prüfer verschiedene Funktionstests durch. Dazu gehören das Testen der Bremse auf einem Bremsprüfstand und die Überprüfung der Lenkung. Auch die Auspuffanlage wird auf ihre Funktion und Dichtigkeit überprüft.

Falls während der Untersuchung Mängel festgestellt werden, erhält man einen detaillierten Bericht. In diesem werden die festgestellten Mängel genau aufgelistet und entsprechende Reparaturmaßnahmen empfohlen. Danach hat man eine bestimmte Frist, um die Mängel zu beheben und das Fahrzeug erneut vorzuführen.

Der TÜV-Termin sollte also nicht als lästige Pflicht, sondern als Chance gesehen werden, das eigene Fahrzeug auf Herz und Nieren zu prüfen und für die Sicherheit auf unseren Straßen zu sorgen.

Was, wenn das Fahrzeug durchfällt?

Die Nachricht, dass das eigene Fahrzeug die HU nicht bestanden hat, kann zunächst enttäuschend sein. Aber keine Sorge, es ist kein Weltuntergang! Man erhält einen Mängelbericht, der genau aufzeigt, was repariert oder ausgetauscht werden muss. Mit diesem Bericht kann man dann zu einer Werkstatt gehen und die notwendigen Arbeiten durchführen lassen. Nach der Reparatur hat man einen Monat Zeit, um das Fahrzeug erneut zur Nachuntersuchung vorzuführen. Wenn man diesen Zeitraum überschreitet, ist leider eine vollständige HU fällig. Daher ist es wichtig, die Mängel zügig beheben zu lassen und einen neuen Termin für die Nachuntersuchung zu vereinbaren.

Fazit

Die KFZ-Hauptuntersuchung ist ein wichtiger Bestandteil der Fahrzeugsicherheit. Eine sorgfältige Vorbereitung und regelmäßige Überprüfungen sind entscheidend, um sicher auf den Straßen unterwegs zu sein. Auch wenn das Fahrzeug einmal durchfällt, sollte man dies als Gelegenheit sehen, notwendige Reparaturen vorzunehmen. Letztendlich trägt jeder dazu bei, unsere Straßen sicherer zu machen.

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